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Hoba-Meteorit: der größte Meteorit der Welt

Hoba-Meteorit: der größte Meteorit der Welt

Hoba-Meteorit: der größte Meteorit der Welt

Semir Muminovic |25. Oktober 2026
Semir Muminovic |25. Oktober 2026
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In Namibia liegt der Hoba-Meteorit, der als größter Meteorit der Welt gilt, weil er die schwerste bekannte einzelne Meteoritenmasse auf der Erde ist. Der Eisenmeteorit wiegt rund 60 Tonnen und liegt noch dort, wo er 1920 gefunden wurde, wie die Encyclopaedia Britannica beschreibt.

Wir bei Makai unterscheiden dabei zwischen einem einzelnen erhaltenen Block und der Gesamtmasse vieler zusammengehöriger Fragmente. Genau diese Unterscheidung macht den Rekord verständlich: Gemeint ist nicht das größte ursprüngliche Objekt vor dem Eintritt in die Atmosphäre, sondern der größte bekannte einzelne Meteorit am Boden.

Hoba-Meteorit: größter Meteorit der Welt

Der Block misst etwa 2,7 × 2,7 × 0,9 Meter. Seine ungewöhnlich flache Gestalt ist ein wichtiges Merkmal: Er ist deutlich breiter und länger als hoch. Die Abmessungen beschreiben also keinen annähernd kugelförmigen Körper, sondern eine vergleichsweise flache Masse.

Der Hoba-Meteorit ist ein nickelreicher Ataxit der chemischen Gruppe IVB. Er besteht aus ungefähr 84 Prozent Eisen und 16 Prozent Nickel, ergänzt durch Spuren von Kobalt. Diese Angaben zu Abmessungen und Zusammensetzung sind im Überblick zu Hoba dokumentiert.

Die Prozentwerte sind Näherungsangaben. Sie beschreiben eine Nickel-Eisen-Legierung, nicht reines Eisen.

Auch die Bezeichnungen Ataxit und IVB beziehen sich auf die Beschaffenheit beziehungsweise Klassifikation des Materials. Sie sagen für sich genommen nichts über die Größe eines Fundstücks aus.

Entdeckung beim Pflügen auf Hoba West

Entdeckt wurde der Meteorit 1920 auf der Farm Hoba West nahe Grootfontein in Namibia. Beim Pflügen hörte der Landwirt ein lautes metallisches Schaben, wie der Überblick zu Hoba schildert.

Dieses Geräusch führte zur Entdeckung der großen Eisenmasse. Der Fund begann damit nicht bei einer beobachteten Sternschnuppe, sondern bei gewöhnlicher Feldarbeit.

Das Fundjahr darf nicht mit dem Fallzeitpunkt verwechselt werden. Der Block lag bereits lange im Boden, bevor er erkannt wurde. Nach Schätzungen fiel er vor weniger als 80.000 Jahren auf die Erde; ein genauer Zeitpunkt ist damit nicht angegeben.

1955 wurde er zum Nationaldenkmal erklärt. Wegen seines Gewichts wurde er nie versetzt, sein heutiger Standort ist deshalb zugleich der Fundort. Als Mitbringsel aus dem Namibia-Urlaub eignet er sich also nur bedingt.

Warum blieb kein Einschlagskrater zurück?

Der Hoba-Meteorit hinterließ keinen erhaltenen Krater. Als Erklärung gilt, dass die Atmosphäre ihn so stark abbremste, dass er nur noch mit seiner Endgeschwindigkeit auf den Boden traf und dabei kaum Erdreich auswarf. So beschreibt es der Überblick zu Hoba, der auch die auffällig flachen Hauptflächen des Blocks hervorhebt.

Diese Erklärung beruht auf Berechnungen und Annahmen. Der Fall wurde nicht beobachtet, sondern lange nach seinem Auftreffen anhand des Fundes betrachtet. Sie liefert einen plausiblen Grund für den fehlenden Krater, aber keine lückenlose Rekonstruktion des gesamten Eintritts.

Eine große erhaltene Masse und ein großer Krater sind deshalb nicht automatisch dasselbe. Für diesen Fund steht fest, dass ein außergewöhnlich schwerer Block erhalten blieb und kein Krater vorhanden ist.

Wie genau seine Bewegung durch die Atmosphäre verlief, bleibt dagegen eine Frage, die vorsichtig beantwortet werden muss. Ein bestimmter Eintrittswinkel lässt sich aus den hier genannten Angaben nicht sicher ableiten.

Warum die schwersten Funde häufig aus Eisen bestehen

Dass die größten bekannten Einzelmassen Eisenmeteoriten sind, hängt mit der Widerstandsfähigkeit ihres Materials zusammen. Eisenmeteoriten überstehen den Atmosphäreneintritt deutlich häufiger als Steinmeteoriten. Eine ursprünglich große Steinmasse kann dagegen in viele kleinere Stücke zerfallen, statt als großer zusammenhängender Block erhalten zu bleiben.

Hinzu kommt die Zeit nach dem Fall: Eisenmeteoriten verwittern viel langsamer als Steinmeteoriten. Bei der Frage nach den größten heute noch erhaltenen Funden zählen somit nicht nur die ursprüngliche Größe und der Eintritt, sondern auch die Beständigkeit am Boden.

Wir betrachten mit solchen Rekorden also erhaltene Funde. Daraus folgt nicht, dass jeder große Körper aus dem All aus Metall besteht. Die Rangfolge beschreibt, welche Einzelmassen den Eintritt und die anschließende Zeit auf der Erde überstanden haben.

Die schwersten Meteoriten

Der Block aus Namibia bleibt in dieser Auswahl mit deutlichem Abstand die schwerste Einzelmasse. Gancedo und El Chaco zählen laut dem Überblick zu Campo del Cielo ebenfalls zu den schwersten bekannten einzelnen Meteoritenmassen. Beide gehören zu den Campo del Cielo Meteoriten, die die Meteoritical Bulletin Database der Gruppe IAB (früher als IA bezeichnet) zuordnet.

Meteorit Fundgebiet Masse Klassifikation
Hoba Namibia rund 60 t Eisenmeteorit IVB
Gancedo Campo del Cielo, Argentinien rund 30,8 t Eisenmeteorit IAB
El Chaco Campo del Cielo, Argentinien rund 28,8 t Eisenmeteorit IAB

Die Tabelle ist eine Auswahl, keine vollständige Weltrangliste. Gancedo und El Chaco sind zwei einzelne Massen desselben Meteoritenfalls. Ihre Gewichte werden hier nicht addiert, weil es um einzelne erhaltene Körper geht.

Nicht der Hoba-Meteorit, sondern ein kleiner Eisenmeteorit im Handstückformat auf hellem Stein.

Ein einzelner Block und viele zusammengehörige Stücke

Die Campo del Cielo Meteoriten sind grobe Oktaedrite und gingen vor rund 4.000 bis 5.000 Jahren in Argentinien nieder. Der Körper zerbrach in viele Stücke, sodass neben großen Massen auch dokumentierte kleine Fragmente existieren; weitere Hintergründe erläutern wir im Beitrag zur Herkunft und Bedeutung der Campo del Cielo Meteoriten.

Darin liegt der wesentliche Unterschied: In Namibia blieb ein einzelner großer Block, der wegen seines Gewichts nie bewegt wurde. Vom argentinischen Fall sind dagegen unterschiedliche Einzelstücke bekannt. Ein kleines dokumentiertes Fragment widerspricht daher nicht der Existenz sehr großer Massen aus demselben Fall.

Auch die Bezeichnung eines Meteoritenfalls ist von einem bestimmten Fundstück zu unterscheiden. Gancedo und El Chaco haben eigene Namen, gehören aber beide zu den Campo del Cielo Meteoriten. Die grundlegenden Begriffe erläutert unser Beitrag zum Unterschied zwischen Meteorit und Asteroid, ohne dass wir diese Einführung hier wiederholen.

Häufige Fragen

Wo liegt der größte Meteorit der Welt? Er liegt auf der Farm Hoba West nahe Grootfontein in Namibia. Der Block befindet sich weiterhin an der Stelle, an der er 1920 entdeckt wurde.

Wie schwer ist der Hoba-Meteorit? Er wiegt rund 60 Tonnen. Damit ist er die größte bekannte einzelne Meteoritenmasse auf der Erde. Seine Abmessungen betragen etwa 2,7 × 2,7 × 0,9 Meter.

Warum hat Hoba keinen Krater? Vermutlich bremste die Atmosphäre ihn so stark ab, dass er nur noch mit seiner Endgeschwindigkeit aufschlug. Das ist eine mögliche Erklärung, keine direkt beobachtete Rekonstruktion des Falls.

Welche Meteoriten sind die zweitgrößten? Gancedo mit rund 30,8 Tonnen und El Chaco mit rund 28,8 Tonnen zählen zu den schwersten bekannten Einzelmassen. Beide gehören zu den Campo del Cielo Meteoriten aus Argentinien. Einen eindeutigen zweiten Rang legt unsere Auswahl nicht fest, weil sie keine vollständige Weltrangliste abbildet.

Weitere Grundlagen haben wir in unserem kostenlosen E-Book über die Campo del Cielo Meteoriten zusammengestellt.

Quellen

  • Wikipedia: Hoba meteorite
  • Encyclopaedia Britannica: Hoba meteorite
  • Wikipedia: Iron meteorite
  • Wikipedia: Campo del Cielo
  • Meteoritical Bulletin Database

In Namibia liegt der Hoba-Meteorit, der als größter Meteorit der Welt gilt, weil er die schwerste bekannte einzelne Meteoritenmasse auf der Erde ist. Der Eisenmeteorit wiegt rund 60 Tonnen und liegt noch dort, wo er 1920 gefunden wurde, wie die Encyclopaedia Britannica beschreibt.

Wir bei Makai unterscheiden dabei zwischen einem einzelnen erhaltenen Block und der Gesamtmasse vieler zusammengehöriger Fragmente. Genau diese Unterscheidung macht den Rekord verständlich: Gemeint ist nicht das größte ursprüngliche Objekt vor dem Eintritt in die Atmosphäre, sondern der größte bekannte einzelne Meteorit am Boden.

Hoba-Meteorit: größter Meteorit der Welt

Der Block misst etwa 2,7 × 2,7 × 0,9 Meter. Seine ungewöhnlich flache Gestalt ist ein wichtiges Merkmal: Er ist deutlich breiter und länger als hoch. Die Abmessungen beschreiben also keinen annähernd kugelförmigen Körper, sondern eine vergleichsweise flache Masse.

Der Hoba-Meteorit ist ein nickelreicher Ataxit der chemischen Gruppe IVB. Er besteht aus ungefähr 84 Prozent Eisen und 16 Prozent Nickel, ergänzt durch Spuren von Kobalt. Diese Angaben zu Abmessungen und Zusammensetzung sind im Überblick zu Hoba dokumentiert.

Die Prozentwerte sind Näherungsangaben. Sie beschreiben eine Nickel-Eisen-Legierung, nicht reines Eisen.

Auch die Bezeichnungen Ataxit und IVB beziehen sich auf die Beschaffenheit beziehungsweise Klassifikation des Materials. Sie sagen für sich genommen nichts über die Größe eines Fundstücks aus.

Entdeckung beim Pflügen auf Hoba West

Entdeckt wurde der Meteorit 1920 auf der Farm Hoba West nahe Grootfontein in Namibia. Beim Pflügen hörte der Landwirt ein lautes metallisches Schaben, wie der Überblick zu Hoba schildert.

Dieses Geräusch führte zur Entdeckung der großen Eisenmasse. Der Fund begann damit nicht bei einer beobachteten Sternschnuppe, sondern bei gewöhnlicher Feldarbeit.

Das Fundjahr darf nicht mit dem Fallzeitpunkt verwechselt werden. Der Block lag bereits lange im Boden, bevor er erkannt wurde. Nach Schätzungen fiel er vor weniger als 80.000 Jahren auf die Erde; ein genauer Zeitpunkt ist damit nicht angegeben.

1955 wurde er zum Nationaldenkmal erklärt. Wegen seines Gewichts wurde er nie versetzt, sein heutiger Standort ist deshalb zugleich der Fundort. Als Mitbringsel aus dem Namibia-Urlaub eignet er sich also nur bedingt.

Warum blieb kein Einschlagskrater zurück?

Der Hoba-Meteorit hinterließ keinen erhaltenen Krater. Als Erklärung gilt, dass die Atmosphäre ihn so stark abbremste, dass er nur noch mit seiner Endgeschwindigkeit auf den Boden traf und dabei kaum Erdreich auswarf. So beschreibt es der Überblick zu Hoba, der auch die auffällig flachen Hauptflächen des Blocks hervorhebt.

Diese Erklärung beruht auf Berechnungen und Annahmen. Der Fall wurde nicht beobachtet, sondern lange nach seinem Auftreffen anhand des Fundes betrachtet. Sie liefert einen plausiblen Grund für den fehlenden Krater, aber keine lückenlose Rekonstruktion des gesamten Eintritts.

Eine große erhaltene Masse und ein großer Krater sind deshalb nicht automatisch dasselbe. Für diesen Fund steht fest, dass ein außergewöhnlich schwerer Block erhalten blieb und kein Krater vorhanden ist.

Wie genau seine Bewegung durch die Atmosphäre verlief, bleibt dagegen eine Frage, die vorsichtig beantwortet werden muss. Ein bestimmter Eintrittswinkel lässt sich aus den hier genannten Angaben nicht sicher ableiten.

Warum die schwersten Funde häufig aus Eisen bestehen

Dass die größten bekannten Einzelmassen Eisenmeteoriten sind, hängt mit der Widerstandsfähigkeit ihres Materials zusammen. Eisenmeteoriten überstehen den Atmosphäreneintritt deutlich häufiger als Steinmeteoriten. Eine ursprünglich große Steinmasse kann dagegen in viele kleinere Stücke zerfallen, statt als großer zusammenhängender Block erhalten zu bleiben.

Hinzu kommt die Zeit nach dem Fall: Eisenmeteoriten verwittern viel langsamer als Steinmeteoriten. Bei der Frage nach den größten heute noch erhaltenen Funden zählen somit nicht nur die ursprüngliche Größe und der Eintritt, sondern auch die Beständigkeit am Boden.

Wir betrachten mit solchen Rekorden also erhaltene Funde. Daraus folgt nicht, dass jeder große Körper aus dem All aus Metall besteht. Die Rangfolge beschreibt, welche Einzelmassen den Eintritt und die anschließende Zeit auf der Erde überstanden haben.

Die schwersten Meteoriten

Der Block aus Namibia bleibt in dieser Auswahl mit deutlichem Abstand die schwerste Einzelmasse. Gancedo und El Chaco zählen laut dem Überblick zu Campo del Cielo ebenfalls zu den schwersten bekannten einzelnen Meteoritenmassen. Beide gehören zu den Campo del Cielo Meteoriten, die die Meteoritical Bulletin Database der Gruppe IAB (früher als IA bezeichnet) zuordnet.

Meteorit Fundgebiet Masse Klassifikation
Hoba Namibia rund 60 t Eisenmeteorit IVB
Gancedo Campo del Cielo, Argentinien rund 30,8 t Eisenmeteorit IAB
El Chaco Campo del Cielo, Argentinien rund 28,8 t Eisenmeteorit IAB

Die Tabelle ist eine Auswahl, keine vollständige Weltrangliste. Gancedo und El Chaco sind zwei einzelne Massen desselben Meteoritenfalls. Ihre Gewichte werden hier nicht addiert, weil es um einzelne erhaltene Körper geht.

Nicht der Hoba-Meteorit, sondern ein kleiner Eisenmeteorit im Handstückformat auf hellem Stein.

Ein einzelner Block und viele zusammengehörige Stücke

Die Campo del Cielo Meteoriten sind grobe Oktaedrite und gingen vor rund 4.000 bis 5.000 Jahren in Argentinien nieder. Der Körper zerbrach in viele Stücke, sodass neben großen Massen auch dokumentierte kleine Fragmente existieren; weitere Hintergründe erläutern wir im Beitrag zur Herkunft und Bedeutung der Campo del Cielo Meteoriten.

Darin liegt der wesentliche Unterschied: In Namibia blieb ein einzelner großer Block, der wegen seines Gewichts nie bewegt wurde. Vom argentinischen Fall sind dagegen unterschiedliche Einzelstücke bekannt. Ein kleines dokumentiertes Fragment widerspricht daher nicht der Existenz sehr großer Massen aus demselben Fall.

Auch die Bezeichnung eines Meteoritenfalls ist von einem bestimmten Fundstück zu unterscheiden. Gancedo und El Chaco haben eigene Namen, gehören aber beide zu den Campo del Cielo Meteoriten. Die grundlegenden Begriffe erläutert unser Beitrag zum Unterschied zwischen Meteorit und Asteroid, ohne dass wir diese Einführung hier wiederholen.

Häufige Fragen

Wo liegt der größte Meteorit der Welt? Er liegt auf der Farm Hoba West nahe Grootfontein in Namibia. Der Block befindet sich weiterhin an der Stelle, an der er 1920 entdeckt wurde.

Wie schwer ist der Hoba-Meteorit? Er wiegt rund 60 Tonnen. Damit ist er die größte bekannte einzelne Meteoritenmasse auf der Erde. Seine Abmessungen betragen etwa 2,7 × 2,7 × 0,9 Meter.

Warum hat Hoba keinen Krater? Vermutlich bremste die Atmosphäre ihn so stark ab, dass er nur noch mit seiner Endgeschwindigkeit aufschlug. Das ist eine mögliche Erklärung, keine direkt beobachtete Rekonstruktion des Falls.

Welche Meteoriten sind die zweitgrößten? Gancedo mit rund 30,8 Tonnen und El Chaco mit rund 28,8 Tonnen zählen zu den schwersten bekannten Einzelmassen. Beide gehören zu den Campo del Cielo Meteoriten aus Argentinien. Einen eindeutigen zweiten Rang legt unsere Auswahl nicht fest, weil sie keine vollständige Weltrangliste abbildet.

Weitere Grundlagen haben wir in unserem kostenlosen E-Book über die Campo del Cielo Meteoriten zusammengestellt.

Quellen

  • Wikipedia: Hoba meteorite
  • Encyclopaedia Britannica: Hoba meteorite
  • Wikipedia: Iron meteorite
  • Wikipedia: Campo del Cielo
  • Meteoritical Bulletin Database
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